GFS · Physik

Die Geschichte
des Atoms

Von Demokrit bis zur Quantenmechanik
A
Inhaltsangabe

Was erwartet euch?

01Demokrit – Die erste Atomidee
02Dalton – Das Kugelatom
03Thomson – Entdeckung des Elektrons
04Rutherford – Kern & Hülle
05Neutronen & Nucleonen
06Bohr – Das Schalenmodell
07De Broglie, Schrödinger & Born
08Fragen & Quellen
Antike · ~450 v. Chr.

Demokrit & das Atomos

Der griechische Philosoph Demokrit (~460–370 v. Chr.) behauptete, dass alle Materie aus winzigen, unteilbaren Teilchen besteht. Gennant: „Atomos" – altgriechisch für „unteilbar".

  • Atome können auch nicht erzeugt oder zerstört werden.
  • Zwischen den Atomen befindet sich nur Leerer Raum.
  • Er konnte diese Theorie noch nicht beweisen.
450 v.Chr.
1803

John Dalton – Das Kugelatom

Der britische Lehrer John Dalton (1766–1844) entwickelte 1803 das erste wissenschaftlich fundierte Atommodell – basierend auf chemischen Experimenten und Massengesetzen.

  • Theorie im Kern gleich wie die von Demokrit.
  • Atome haben verschiedene Eigenschafften, und sind unterschiedlich schwer.
  • Gleiche Atome gehören zu einem Element.
  • Chemische Reaktionen = Neuanordnung von Atomen
Ungenauhigkeit:

Atome haben laut ihm keinen inneren Aufbau

1803
1897

Entdeckung des Elektrons

Joseph John Thomson (1856–1940) experimentierte 1897 mit Kathodenstrahlen und entdeckte, dass sich diese Strahlung durch positive Magnetische und Elektrische Felder ablenken ließ. Daraus schloss er, dass die Strahlung aus negativen Teilchen besteht. Außerdem, blieb dieser Effekt auch bei verschiedenen Gasen und Metallkathoden gleich – es muss also ein universelles Teilchen sein: das Elektron.

  • Elektronen sind negativ geladen
  • Elektronen ~1836× leichter als Wasserstoffatom
  • Das Atom ist nicht unteilbar → Dalton und Demokrit widerlegt!
  • Atome sind nach außen elektrisch neutral
  • → Es muss eine positive Ladung im Atom geben
Rosinenkuchenmodell

Das Atom als positiv geladene Masse, in der Elektronen wie Rosinen im Kuchen eingebettet sind.

1897
1911

Rutherford – Kern & Hülle

Ernest Rutherford (1871–1937) beschoss 1911 im berühmten Goldfolienexperiment eine dünne Goldfolie mit Positiv geladenen. Dabei flogen wie vermutet die meisten Teilchen grad hindurch Allerdings wurden manche Teilchen stark in verschiedene Richtungen abgelenkt. Dieses Phänomen konnte mit Thompsons Rosinenkuchen-Modell nicht geklärt werden.

  • Er erkannte, das aufgrund der unwahrscheinlichkeit der Kollision der Atomkern wie kleiner als vermutet in relation zum gesamtatom ist.
  • Die Elektronen umkreisen den Kern mit Abstand wie Planeten um die Sonne.
1911
1920 – 1932

Protonen, Neutronen & Nucleonen

Rutherford entdeckte 1920 das Proton. James Chadwick (1891–1974) entdeckte 1932 das Neutron. Damit war der Kern vollständig beschrieben.

  • Protonen – positiv geladen, im Kern
  • Neutronen – elektrisch neutral, im Kern
  • Elektronen – negativ geladen, in der Hülle
Nucleonen – Definition

Der Begriff „Nucleonen" fasst alle Kernteilchen zusammen – Protonen und Neutronen – weil beide im Atomkern (Nucleus) vorkommen.

1932

Das Model hat einen Fehler / Ungenauigkeit!

Problem des Modells:

Beschleunigte Elektronen strahlen Energie ab und sollten spiralförmig in den Kern stürzen. Stabilität unerklärbar.

Voraussetzung · 1900

Die Idee der Quantenphysik

Basis für Bohrs Modell: Max Planck (1900) entdeckte, dass Energie nicht kontinuierlich fließt, sondern nur in diskreten Paketen abgegeben wird.

Klassische Physik

Energie kann jeden beliebigen Wert annehmen.

Quantenphysik

Energie wird nur in festen Portionen abgegeben – Quanten

1900
1913

Niels Bohr – Das Schalenmodell

Bohr übertrug Plancks Quantenidee auf den Atomaufbau und löste damit Rutherfords Stabilitätsproblem.

  • Elektronen kreisen nur auf festen, Bahnen – den Schalen
  • Jede Schale hat ein klar definiertes Energieniveau
  • Energieaufnahme → Elektron springt auf äußere Schale
  • Energieabgabe → Elektron fällt zurück
Kernprinzip

Zwischen den Schalen gibt es keinen erlaubten Aufenthaltsort – der Sprung passiert instantan, ohne Zwischenstufe. Daher: Quantensprung.

1913
1913

Bohrs Modell – Probleme

  • Außgelassen: Elektronen stoßen sich gegenseitig ab.

De Broglieund das Materiewellen-Model

Louis de Broglie (1892–1987) erweiterte 1924 die Quantenidee auf Materie und postulierte, dass auch Elektronen Wellencharakter haben.

  • Um den Kern schwingende Elektronen werden von Wellen geleitet.
  • Die erlaubten Bahnen entsprechen stehenden Wellen.
  • Wenn die Welle nicht ganzzalig in den Umfang passt, löscht sie sich selber aus. (Destruktive Interferenz)

Schrödingers Wellengleichung

Erwin Schrödinger (1887–1961) suchte 1926 nach einem Weg, de Broglies Elektronenwelle mathematisch zu beschreiben – das Ergebnis war seine berühmte Wellengleichung.

  • Die Gleichung beschreibt die Wellenfunktion ψ eines Elektrons im Atom.
  • Elektronen haben keinen festen Ort – nur eine Aufenthaltswahrscheinlichkeit.
  • Das Atom ist in diesem Modell rein wellenhafter Natur.
  • Die Lösungen der Gleichung heißen Orbitale – Bereiche, in denen sich das Elektron mit hoher Wahrscheinlichkeit aufhält.
1926

Max Born – Die Wahrscheinlichkeitsinterpretation

Max Born (1882–1970) löste 1926 das offene Problem von Schrödingers Gleichung: Er interpretierte ψ² – das Quadrat der Wellenfunktion – als Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Elektrons.

  • ψ² an einem Ort beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, das Elektron dort zu messen.
  • Das Elektron ist keine Welle aus Materie, sondern die Welle beschreibt die Wahrscheinlichkeit, das ein Elektron an einem bestimmten ort ist.
  • "Wahrscheinlichkeitswolke".
Kernaussage

Wo sich das Elektron befindet, weiß man erst nach der Messung – vorher existiert nur eine Wahrscheinlichkeit.

1926
?
Abschluss

Fragen & Feedback

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Ich freue mich über Fragen, Kommentare und Anmerkungen.

Quellenverzeichnis

Quellen

  • Podcast (Spotify): Chemie Erklärt Folge 1
  • https://www.leifiphysik.de/atomphysik/atomaufbau/geschichte/entwicklung-der-atomvorstellung
  • https://studyflix.de/chemie/bohrsches-atommodell-1833
  • https://www.leifiphysik.de/atomphysik/bohrsches-atommodell/grundwissen/atommodell-von-bohr
  • https://www.youtube.com/watch?v=_wH3cQ1NW-w
  • Buch: "Das Geheimnis der Quantenwelt" von Thibault Damour & Mathieu Burniat

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